Die vom Architekten Karl-Günter Frisch skizzierte, annährend quadratische Aufteilung vieler Räume bietet universelle Nutzungsmöglichkeiten. Hier stellt der Architekt den Raum vor, der wieder als Arbeitszimmer genutzt werden soll. Vom Erstbezug bis zur Bombardierung des Hauses war es das Arbeitszimmer des Ingenieurs Paul Apsen. Aus finanziellen Erwägungen wurde das Zimmer nach dem Wiederaufbau an Studenten vermietet. Als die Witwe von Paul Apsen die Treppen zu den im Obergeschoss gelegenen Schlafräumen nicht mehr steigen konnte, wurde es zum Seniorenzimmer, in dem Marie Apsen einige Wochen nach ihrem hundertsten Geburtstag verstarb.
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Sequenz03: Gedanken zur Haushaltsauflösung
Wer erbt und einen Haushalt aufzulösen hat, steht vor vielen Entscheidungen, die nicht frei von Emotionen sein können. Was bleibt im Haus, was kann man selbst gebrauchen, was geht an Freunde und Bekannte der Verstorbenen. Kein Kleidungsstück, Buch oder Album sollte beim Durchblättern vergessen werden. Nicht nur Geldscheine oder Schmuck könnten gefunden werden. Hier waren es ideelle Werte und Dokumente, die das Wirken und Leben der letzten Bewohner und Ihrer Vorfahren und ihre wechselvolle Geschichte ab dem 18. Jahrhundert zwischen Baltikum, Moskau, Krim und Kassel dokumentieren.
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Sequenz02: Lagebeurteilung des Architekten
Der Wert eines Hauses bemisst sich nach der städtebaulichen Lage. Der Vordere Westen Kassels ist bei Studenten und Akademikern sehr beliebt. Man findet eine Wohngegend mit gewachsenen Strukturen. Neben der Lage ist der Zustand der Räume von großem Interesse. Gibt es Risse oder Schimmel an den Wänden. Welche Gestaltungsmöglichkeit lässt der Architekt mit seinem ursprünglichen Grundriss den späteren Nutzern zu.
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